Limbach-Oberfrohna
Beginn der Navigation
Navigation überspringen
Ende der Navigation
Beginn des Hauptinhaltes
Hauptinhalt überspringen

Leben in L.-O.

Eine Seite zurück  Zur Startseite  E-Mail  Zu den Favoriten hinzufügen Zur Anmeldung
Nachrichten & Neuigkeiten
 

Ehrenamtliches Engagement ist unverzichtbar

Stellvertretend für die vielen, die in einem Ehrenamt tätig sind, wurde am 5. Dezember an drei verdienstvolle Bürger die mit 1000 Euro dotierte Ehrennadel der Stadt vergeben. Der von den Vereinten Nationen 1985 festgelegte Tag soll daran erinnern, dass das Ehrenamt für das Zusammenleben unverzichtbar ist. „In allen Ländern und Kulturen gehört es zum Menschsein, sich für andere einzusetzen. Allein in Deutschland gibt es 23 Millionen, die sich in irgend einer Weise ehrenamtlich engagieren. In einer Zeit, in der alles auf Gewinn orientiert zu sein scheint, ist dies nicht selbstverständlich“, hob Oberbürgermeister Dr. Hans-Christian Rickauer in seiner Laudatio hervor.
Das Stadtoberhaupt erinnerte an das dreitägige Fest zum 700-jährigen Bestehen von Dürrengerbisdorf, bei dem der kleinste Ortsteil mit nur 138 Einwohnern einen Festumzug mit 300 Mitwirkenden auf die Beine gestellt habe. Da könne man einfach nur staunen. Dadurch, dass Menschen bereit seien, ihre Freizeit freiwillig und unentgeltlich einzusetzen, tragen sie so dazu bei, dass Limbach-Oberfrohna eine schöne und lebenswerte Stadt ist. Allen, die sich in dieser Weise engagieren, sprach Dr. Rickauer Anerkennung aus.
Unter mehr als vierzig Vorschlägen entschied der Stadtrat, die Ehrennadel in diesem Jahr an Bernd Lindner, Peter Ihle und Dr. Wolfgang Engelmann zu verleihen.

Der Stadtrat würdigt so das Engagement von Bernd Lindner. Er ist Gründer und Vereinvorsitzender des Laufvereins Limbach 2000 e.V. Seit mehr als 40 Jahren hat er sich um das sportliche Geschehen in unserer Stadt, insbesondere um die Leichtathletik, verdient gemacht. Bis zur Gründung des Laufvereins Limbach 2000 e.V. organisierte er den Laufsport in Limbach-Oberfrohna als Privatperson. In Zusammenarbeit mit der Stadt hält er die Fäden bei der Organisation des Limbacher Marktlaufs und des Kunz-von-Kauffungen-Laufs in den Händen. Beides sind inzwischen sachsenweit bekannte Veranstaltungen. Neben Aufgaben im eigenen Verein ist er außerdem sehr aktiv im Leichtathletikverband Sachsen, im Präsidium des Laufverbandes und als Sprecher von Laufveranstaltungen. Darüber hinaus moderierte er unzählige Veranstaltungen in Limbach-Oberfrohna und Umgebung, so beispielsweise des Festumzuges anlässlich des Stadtrechtsjubiläums von Limbach. Der Laufverein hat mittlerweile rund 100 Mitglieder, davon sind mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche. Aus seinen Reihen gingen bereits eine Vielzahl von Landesmeistern im Laufsport hervor - und im September dieses Jahres mit Heinz Bauer sogar ein Weltmeister im Duathlon, der den Titel in seiner Altersklasse bei der Meisterschaft in der Schweiz bei 700 Teilnehmern aus 24 Nationen erkämpfte.

Pfarrer Reinhard Schnabl nahm die Ehrennadel für Peter Ihle, der krankheitsbedingt nicht bei der Festveranstaltung dabei sein konnte, stellvertretend entgegen. Peter Ihle ist seit Jahrzehnten aktives Gemeindemitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Rußdorf. Treu pflegt er schon seit vielen Jahren die Kriegsgräber auf dem Rußdorfer Friedhof. Sein Anliegen war dabei, dass diese Stätte der Erinnerung und Trauer ein würdiges Äußeres behält und an die Schrecken des Krieges mahnt. Gewürdigt wird außerdem, dass er sich eigenverantwortlich um die Pflege des Friedhofs der Außenanlagen vor der Kirche kümmert. Auch bei den langjährigen Restaurierungsarbeiten an und in der Kirche legte er als Mann der Tat gern mit Hand an. Trotz seiner schweren Krankheit ist er weiterhin präsent. „Die Auszeichnung für Peter Ihle nehme ich mit Freude entgegen, denn sie macht auf einen Menschen aufmerksam, der im Hintergrund mitarbeitet, doch die Ergebnisse seiner Arbeit sieht man“, sagte Pfarrer Schnabl.

Auch Dr. Wolfgang Engelmann konnte krankheitsbedingt die Ehrung nicht bei der Festveranstaltung entgegennehmen. Dr. Engelmann wurde in unserer Stadt geboren und besuchte hier ab 1946 die neu gegründete Oberschule. Er gehörte 1951 zum ersten Abiturjahrgang. Bis 1998 war er als Fachschuldozent in Leipzig tätig. Im Jahr 2001, 50 Jahre nach die ersten Schüler in unserer Stadt das Abitur ablegten, hatte er maßgeblich Anteil an der Organisation einer Festwoche, die ein großartiger Erfolg wurde. Auf sein Betreiben wurde anlässlich dieses Jubiläums die Vereinigung Ehemaliger Limbacher Absolventen VELA e.V. gegründet. Ebenfalls auf seine Initiative wurden die Wissenschaftstage der VELA ins Leben gerufen, die seitdem alle zwei Jahre stattfinden. Er selbst beteiligte sich mit Vorträgen und ist der Spiritus Rektor und Organisator der Veranstaltungen, bei denen bisher insgesamt 46 Vorträge von Absolventen des Gymnasiums für die Öffentlichkeit veranstaltet wurden.
Im Rahmen der VELA-Tage organisierte er Kulturveranstaltungen, bei denen das Kabarett „academixer“ und die Big Band des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden in unserer Stadt zu Gast waren. In Vorbereitungen der Sanierung des Gymnasiums gab er wertvolle Hinweise zum ursprünglichen Zustand des Gebäudes und setzte sich sehr für den Wiederaufbau und die Finanzierung des Jugendstilbrunnens am Albert-Schweitzer-Gymnasium ein. Auch bei der Erneuerung des Buchbestandes in der Bibliothek von Schloss Wolkenburg hat er sich große Verdienste erworben.

 
 
© Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna        Impressum
Zur Druckansicht