Die Mauer muss weg!

Gemeinsame Erinnerung an friedliche Revolution vor 30 Jahren

Unter dem Motto „Die Mauer muss weg“ wollen Kirchgemeinden und Stadtverwaltung im November gemeinsamen an das Jubiläum 30 Jahre friedliche Revolution erinnern. Damals gab es in Limbach-Oberfrohna – ähnlich wie in anderen sächsischen Städten - eine starke Bewegung mit Friedensgebeten und Demonstrationen. So kamen bereits am 25. Oktober 1989 nach dem Vorbild von Leipzig und Chemnitz erstmals 350 Teilnehmer zu einem Friedensgebet in der Stadtkirche, die danach mit Kerzen zum Rathaus zogen. Kurz darauf gründete sich eine Ortsgruppe des „Neuen Forums“ und am 1. November kamen so viele Menschen zu einem Friedensgebet in der Lutherkirche, dass die Veranstaltung über Lautsprecher zu den Tausenden, die nur draußen Platz fanden, übertragen werden musste. Nach Stasi-Angaben marschierten anschließend 8.000 Bürger mit Kerzen zum Rathaus. Diese erste bedeutende Veranstaltung hatte der Stadtrat bereits 2008 zum Anlass genommen, den 1. November zum lokalen Gedenktag zu erklären. Für das in diesem Jahr stattfindende 30-jährige Jubiläum wurde in einem Arbeitskreis Ideen gesammelt und ein gemeinsames Programm entwickelt.

Folgende Veranstaltungen ist noch geplant:
Donnerstag, 14. November
19.00 Uhr Apollo-Kino (Eintritt frei!) 
Film „Nikolaikirche“

Der Film wurde 1995 unter der Regie von Frank Beyer nach dem Roman von Erich Loest gedreht. „Nikolaikirche“ erzählt die Geschichte der Familie Bacher in den unruhigen Jahren 1987 bis zu den Montagsdemonstrationen im Oktober 1989 in Leipzig, die den Untergang der DDR einläuteten. Mit dem Film entstand eine eindrucksvolle Momentaufnahme der Geschehnisse in Leipzig in den letzten Jahren der DDR.
Zeitzeugen im Gespräch
Zu Gast ist der Zeitzeuge Frank Vogt. Er versah damals seinen Grundwehrdienst bei der Bereitschaftspolizei und wurde bei der Leipziger Großdemonstration am 9. Oktober 1989 auf Seiten der Staatsmacht eingesetzt, um sich den Demonstranten entgegen zu stellen.