Mit dem vorliegenden Bericht legt die Verwaltung Rechenschaft über die geleistete Arbeit im Jahr 2010 ab. Detaillierte Informationen und umfangreiches Zahlenmaterial ermöglichen einen interessanten Einblick in die Entwicklung der Stadt, die Arbeit der verschiedenen Verwaltungsbereiche und der Kultur- und Sporteinrichtungen. Darüber hinaus wird aber auch über das Schulwesen, die Arbeit der Feuerwehr und vieles mehr berichtet.
Das vergangene Jahr war vor allem durch die Abarbeitung der Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II geprägt. Bekanntlich hatte die Bundesregierung 2009 entschieden, den Kommunen kurzfristig 50 Milliarden Euro für Investitionen in den Jahren 2009 und 2010 zur Verfügung zu stellen, um die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise abzuschwächen. Für unsere Stadt bedeutete das zusätzlich zwei Millionen Euro, die durch 20% Eigenmittel ergänzt wurden. Von dem Konjunkturpaket II profitierte in erster Linie die städtische Bildungs- und soziale Infrastruktur, weil eine ganze Reihe von Vorhaben realisiert werden konnten, die aus dem städtischen Haushalt nicht finanzierbar gewesen wären. Dazu zählen der Neubau eines Kleinkatzengeheges und des Wirtschaftsgebäudes im Tierpark, die Sanierung des Waldstadions, das neue Dach der Großsporthalle, die Fassadendämmung an der Geschwister-Scholl-Mittelschule und die Sanierung der Sportplätze in Kändler und Pleißa. Außerdem konnten an zahlreichen Kindergärten und Schulen notwendige Arbeiten erledigt werden. Ohne zusätzlichen Personalaufwand hat sich die Verwaltung dieser anspruchsvollen Aufgabe gestellt und die Vorhaben erfolgreich umgesetzt.
Ein zweiter Schwerpunkt war die Planung der organisatorischen Veränderungen innerhalb der Verwaltung. Pünktlich nahm am Anfang des vergangenen Jahres das Bürgerbüro seine Arbeit mit den zwei Hauptzielen auf, bürgerfreundliche Öffnungszeiten und Bearbeitungsabläufe zu schaffen. Indem verschiedene Anliegen an einer zentralen Anlaufstelle erledigt werden, können den Besuchern unnötige Wege durchs Rathaus erspart werden. Außerdem haben sich die Öffnungszeiten der Verwaltung durch das Bürgerbüro nahezu verdoppelt.
Ein weiteres Vorhaben war die Neuorganisation der Verwaltung mit dem Ziel, die Leistungserbringung für die Bürger und das Erledigen verwaltungsinterner Aufgaben klar zu trennen. Darüber hinaus galt es, die Verwaltung durch effizientere Arbeitsbedingungen an die um fast 10% zurückgegangene Bevölkerungszahl anzupassen und zukunftsfähig zu machen. Dieser Aufgabe haben wir uns aus eigenen Kräften unter Hinzuziehung der fachlichen Mitwirkung der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement gestellt. Inzwischen konnten die notwendigen Entscheidungen getroffen und die Neuorganisation in Kraft gesetzt werden.



