Limbach-Oberfrohna
Beginn der Navigation
Navigation überspringen
Ende der Navigation
Beginn des Hauptinhaltes
Hauptinhalt überspringen

SEK 2020 - 4.7. Freizeit und Kultur

Eine Seite zurück  Zur Startseite  E-Mail  Zu den Favoriten hinzufügen Zur Anmeldung
Freizeit und Sport • Kultur - eine Aufgabe aller
 
•4.7. Freizeit und Kultur
    4.7.1. Freizeit und Sport
    4.7.2. Kultur - eine Aufgabe aller

4.7.1.1. Ziele Freizeit/Erholung und Sport

Das Oberziel für den Bereich Freizeit/Erholung und Sport lautet:

• Die Vielfalt des Sport- und Freizeitangebotes für sämtliche Nutzergruppen wird erhalten und nach Erfordernis angepasst.

Die hieraus abgeleiteten Ziele sind:

• Die Sportanlagen werden in ihrem Bestand erhalten. Die Zugänglichkeit für breite Gruppen aus der    Bevölkerung bleiben dauerhaft gewährleistet.
• Die Förderung des Breitensports auf Vereinsebene wird verstetigt
• Mentalitätswechsel: Vernetzung breiter Aktivitäten der Vereinsarbeit zur Identitätsförderung
• Sicherung der kulturellen Identität und des speziellen Feizeitbedarfes innerhalb der Ortsteile
• Dauerhafte Etablierung attraktiver Sportveranstaltungen mit überregionaler Wahrnehmung
• Einrichtung einer „Spontan-Begegnungsstätte“ in zentraler städtischer Lage


4.7.1.2. Strategien Freizeit/Erholung und Sport

• Zum Ziel Sportanlagen werden in ihrem Bestand erhalten. Die Zugänglichkeit für breite Gruppen aus der    Bevölkerung bleibt dauerhaft gewährleistet.

Die Stadt Limbach-Oberfrohna hat in den vergangenen Jahren mit der systematischen Sanierung der Sporthallen im Stadtgebiet begonnen. Bestehender Fehlbedarf wird durch Ergänzungsbauten an den relevanten Standorten beseitigt. Der für den Schulsport sich unmittelbar ergebende Bedarf kann somit vollständig abgedeckt werden. In den Sommermonaten stehen für den schulischen als auch für den außerschulischen Bereich Sportplätze zur Verfügung.
Die Großsporthalle und das Limbomar bieten zudem ein zusätzliches Angebot für die vielfältigsten Nutzungsarten und Bedürfnisse.
Die Instandhaltung der Einrichtungen bindet auf Dauer erhebliche finanzielle Mittel der Stadt. Der Vereinssport wird auf der Grundlage organisiert, dass sämtliche städtische Sportstätten in den sich ergebenden zeitlichen Lücken für den Freizeitsport zur Verfügung stehen. Einschränkungen dieses Angebotes sind nicht vorgesehen.
Eine Anpassung des Angebotes bei der Sportstättennutzung wird flexibel nach dem sich abzeichnenden Bedarf erfolgen. Eine Erweiterung der vorhandenen Sportstätten ist generell nicht vorgesehen. Eine Ausnahme bildet hierbei evtl. das Waldstadion. Hier bleibt abzuwarten, wie die weitere Platzierung der Limbach-Oberfrohnaer Fußballsportvereine im regionalen Vergleich erfolgen wird. Hierbei ist ein Strukturwandel in der Vereinslandschaft (Fusion) überlegenswert.

• Zum Ziel Förderung des Breitensports auf Vereinsebene wird verstetigt

Die Stadt Limbach-Oberfrohna hat im engen Zusammenwirken mit den Vereinen eine Förderrichtlinie zur Bezuschussung der Nutzung der städtischen Sportstätten erarbeitet.
Damit ist die Gewähr gegeben, dass für alle interessierten Vereine eine stabile und berechenbare Basis für deren Betätigung geschaffen wurde. Daran soll in der Weise dauerhaft angeknüpft werden, dass die Veränderungen der Fördersätze werden im Zusammenwirken mit den Vereinen langfristig im Vorgeld bekannt gemacht. Für Kinder und Jugendliche werden erhöhte Fördersätze gewährt. Hierin wird deutlich, dass die Stadt ein großes Augenmerk auf die frühzeitige Orientierung des Nachwuchses auf gezielte Freizeitaktivitäten lenkt.

• Zum Ziel Mentalitätswechsel: Vernetzung breiter Aktivitäten der Vereinsarbeit zur Identitätsförderung

In der Stadt Limbach-Oberfrohna sind ca. 150 aktive Vereine beheimatet. Diese Zahl ist Ausdruck eines vielfältigen und breit gefächerten kulturellen Lebens. Die Arbeit im Verein widerspiegelt die Wahrnehmung individueller Interessen und Bedürfnisse sowie die Bereitschaft zur Übernahme ehrenamtlicher Aufgaben. Die Stadt Limbach-Oberfrohna würdigt die vielfältigen Aktivitäten der ansässigen Vereine durch verschiedenste Wege der Unterstützung.
Die Wahrnehmung des vorhandenen Vereinsspektrums in der Gesamtwirkung für die Stadt ist jedoch noch ausbaufähig. Mangelnde Koordination und Kooperation stehen einer effizienteren Arbeit und somit auch der gewünschten Vermittlung eines „Wir-Gefühles“ oft noch im Wege. Die Frage der Identität ist jedoch Grundanliegen und Grundinteresse jeder Betätigung im Zusammenleben innerhalb der Stadt.
Es wird angestrebt, einen „Dachverein der Vereine“ oder ein „Netzwerk der Vereinsaktiven“ als permanenten Ansprechpartner für die Stadt und für die Behandlung organisatorischer Fragen des Vereinslebens in der Gesamtheit zu bilden. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die einzelnen Aktivitäten der unterschiedlichsten Vereine bereits im Ansatz und auf Dauer der Verbesserung der Wahrnehmung und der Akzeptanz der Angebote durch die Gesamtbevölkerung und somit dem Gemeinwohl besser dienen können. Im Rückkopplungseffekt könnte auch die Arbeit im eigenen Verein effizienter organisiert werden. Außerdem soll es hierbei auch zu einer Entzerrung im Dialogfeld zwischen Stadtverwaltung und dem Einzelverein kommen. Die angestrebte Organisationsform würde Synergieeffekte für die gesamte Vereinsarbeit bewirken.

• Zum Ziel Sicherung der kulturellen Identität und des spezifischen Freizeitbedarfs innerhalb der Ortsteile

Die kulturellen Aktivitäten in den einzelnen Ortsteilen sind je nach Siedlungsstruktur und Erhaltungsgrad der Traditionen unterschiedlich ausgeprägt. Örtliche Dorffeste oder traditionell veranstaltete, regelmäßig wiederkehrende Kleinveranstaltungen werden oftmals von örtlichen Aktivitäten allein getragen oder finden begleitend materiellen Rückhalt durch die Gesamtstadt. Diese Form der Beibehaltung der auf das unmittelbare dörfliche Umfeld gerichteten identitätsstiftenden Maßnahmen soll dauerhaft die Unterstützung der Stadt erfahren. Umgekehrt bemühen sich die in den Ortsteilen tätigen Vereine an der Teilhabe all dessen, was dem Identitätsgefühl der gesamten Einwohnerschaft der Stadt L.-O. zuträglich ist.

• Zum Ziel dauerhafte Etablierung attraktiver Sportveranstaltungen mit überregionaler Wahrnehmung

Erfahrungen zeigen, dass Sitzensportveranstaltungen einen enormen Imagegewinn für die Stadt ausmachen können. Aus diesem Grund soll versucht werden weitere überregionale Sportveranstaltungen in der Stadt zu etablieren. Das Eigeninteresse der Vereine an überregionaler Wahrnehmung und Nachwuchsgewinnung erfordert aktives und kreatives Mitgestalten.
Attraktive Sportereignisse wie zum Beispiel der Limbacher Marktlauf sollen als ständig wiederkehrende Veranstaltung verankert und ausgebaut werden.

• Zum Ziel Errichtung einer „Spontan-Begegnungsstätte“ in zentraler städtischer Lage

Die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum von Limbach-Oberfrohna ist ein wichtiger Faktor zur Belebung der Innenstadt. Zur Verknüpfung städtebaulich funktionaler, soziokultureller und sozialer Entwicklungsziele soll auf einem brach gefallenem Areal in zentraler innerstädtischer Lage eine geeignete Aktionsfläche mit unterschiedlichen Bereichen für Spiel- und Trendsportarten und zum Verweilen geschaffen werden. Als bevorzugte Standorte werden in Bertacht gezogen:
     - geeignete Freiflächen im Bereich Kellerwiese oder
     - neu die entstandene Freifläche an der Frohnbachstraße (ehem. Fa. Grobe).

Neben der bereits bestehenden Jugendbetreuung und Clubarbeit innerhalb der Jugendtreffs soll somit dem Bedürfnis der Jugend nach spontaner Aktion Rechnung getragen werden. Die funktionale Gestaltung des Areals wird so ausgerichtet, dass eine generationsübergreifende Wirkung erreicht werden kann. Damit wird eine zusätzliche Qualifizierung nachbarschaftlicher Bezüge und eine Vernetzung der sozialen Arbeit erreicht. Außerdem soll damit Konfliktpotenzial an anderen Stellen der Stadt abgebaut werden.


4.7.1.2.1. Städtische Sportstätten Ziele Strategien

Die Stadt Limbach-Oberfrohna verfügt über eine Vielzahl verschiedenster Sportstätten, die größtenteils vordergründig für den Schulsport genutzt werden, aber auch Heimstatt für die verschiedensten Sportvereine sind. Um den verschiedenen Schulen beste Bedingungen für die Erfüllung der Lehrpläne zu bieten und gleichzeitig die Vielfalt der Sportvereine zu erhalten, ist die Stadt bemüht, diese Einrichtungen zu erhalten und auszubauen.
Mit dem Bau der Großsporthalle wurde eine multifunktionale Einrichtung geschaffen, die den verschiedensten Schulen und einer Vielzahl von Vereinen beste Bedingungen bietet. Darüber hinaus wurde begonnen, Sporthallen zu ertüchtigen – von Teilsanierungen bis hin zu Generalsanierungen. In Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sowie der Bereitstellung von Fördermitteln wurde gemäß einer Prioritätenliste begonnen, Sporthallen instand zu setzen. Diese Vorgehensweise soll beibehalten werden. Parallel dazu sollten die Sportplätze auf ihren Zustand und ihren Sanierungsbedarf hin überprüft werden. Bei den Instandsetzungsmaßnahmen sollten die nutzenden Sportvereine mit einbezogen werden. In diesem Zusammenhang sind Nutzungsgrade und Standortfragen zu diskutieren, um überzogene Instandsetzungsmaßnahmen zu vermeiden. Gleiches gilt für die Konzentration von Sportarten auf eine Sportstätte.

4.7.1.2.2. Städtische Bäder

Das Oberziel für den Bereich Bäder lautet:

• Beibehaltung eines breiten ganzjährigen Angebotes im Bäderbereich

Daraus abgeleitete Ziele sind:

• Beibehaltung und Ausbaus der Angebotsvielfalt im LIMBOMAR
• Attraktivitätssteigerung des Sonnenbades Rußdorf
• Mögliche Bestandserhaltung des Naturbades „Großer Teich“


• Zum Ziel Beibehaltung und Ausbaus der Angebotsvielfalt im LIMBOMAR

Das LIMBOMAR hat sich in der Stadt Limbach-Oberfrohna als eine Freizeiteinrichtung etabliert, die von breiten Bevölkerungsgruppen rege genutzt wird. Außerhalb von rein spontanen Freizeitaktivitäten werden neben dem Schwimmunterricht und neben Angeboten für den Vereinssport gezielt abgestimmte Kursangebote für verschiedene Altersgruppen angeboten. Babyschwimmen, Schwimmlernkurse, Seniorenschwimmen, Behindertenschwimmen, Wassergymnastik & Fitness, Therapieschwimmen, Schuppertauchen, FKK-Schwimmen und andere Spezialangebote entfalten eine sehr hohe Bindungswirkung. Demzufolge soll diese Angebotsvielfalt verstetigt und nach Möglichkeit weiter ausgebaut werden, um das Interesse an der Hallenbadnutzung wach zu halten. Beispielgebend seien hier die Veranstaltung von Kindergeburtstagsfeiern, die Kinder- und die Nachtsauna genannt.
Der Anspruch der Attraktivitätssteigerung ist vor allem vor dem Hintergrund des entstehenden Hallenbades in Burgstädt von großer Bedeutung.

• Zum Ziel Attraktivitätssteigerung des Sonnenbades Rußdorf

Das über 100-jährige Freibad erfreut sich in den letzten Jahren verstärkter Beliebtheit bei den Einwohnern von Limbach-Oberfrohna. Hierzu haben zweifelsohne gezielte Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Gesamtanlage beigetragen. Daran gilt es im Rahmen der Erstellung und Umsetzung eines detaillierten Nutzungskonzeptes konsequent anzuknüpfen. Im Hinblick auf die Attraktivitätssteigerung ist eine Sanierung der Gesamtanlage unumgänglich und sollte abschnittsweise realisiert werden.
Unter Wahrung des Wirtschaftlichkeitsprinzips darf der Kostendeckungsgrad nicht außer Acht gelassen werden.

• Zum Ziel Mögliche Bestandserhaltung des Naturbades „Großer Teich“

Die Nutzung des Naturbades steht im Spannungsfeld mit dem FFH-Gebiet „Limbacher Teiche“. Trotz des guten Zustandes der Gesamtanlage hat dieses Bad stark an Attraktivität eingebüßt. Die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit dem Vogelschutz sowie der Landwirtschaft und der intensiven Fischwirtschaft wirken sich äußerst ungünstig auf die Wasserqualität aus, wodurch eine Verlagerung der Besucherströme Richtung Sonnenbad Rußdorf eingetreten ist. Neben dem Risiko der Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen saisonalen Badebetriebes stellt sich somit zunehmend die Frage nach der vertretbaren Wirtschaftlichkeit dieses Bades. Diesem Ansinnen steht die Auffassung breiter Teile der Bevölkerung gegenüber, die das Naturbad in der Stadt als wichtigen Träger der traditionellen Freizeitgestaltung betrachten.
Um eine Schließung des Badbetriebes abzuwenden wird alternativ vorgeschlagen, das Naturbad in ein FKK-Bad umzuwandeln. Gegebenenfalls mit einer Änderung der Betriebsform.
Auf diese Weise soll ein entsprechendes Klientel an Badegästen angezogen werden, das innerhalb der Stadt und im näheren Umfeld von Limbach-Oberfrohna derzeit nicht oder nur unbefriedigend bedacht wird. Um dies zu realisieren, müssten entsprechende Abschirmmaßnahmen (Bepflanzungsgürtel) erfolgen.
Die Aufrechterhaltung des Bäderbetriebes käme außerdem dem Anliegen des Schutzstatus des FFH-Gebietes entgegen, weil mit einer Schließung des Bades eine Ausbreitung des unkontrollierten „wilden“ Badens und somit eine starke Beeinträchtigung der Vogelbrutgebiete befürchtet wird.
Da mit einer Eindämmung der Auswirkungen des Schadstoffeintrages im Zusammenhang mit dem Vogelschutz nicht zu rechnen ist, ergeben sich Ansätze zur Verbesserung der Wasserqualität eher durch eine Reduzierung der Fischereinutzung bzw. Verminderung des Eintrages von Schadstoffen aus der Landwirtschaft.

4.7.1.2.3. Tierpark

Das Oberziel für den Bereich Tierpark lautet:

• Fortbestand des Tierparks als wichtiger Bestandteil des Freizeit- und Kulturangebotes für die Einwohner der Stadt sowie für das Umland

Daraus abgeleitete Ziele sind:

• Erstellung und Fortschreibung eines Entwicklungskonzeptes
• Gemeinsame Anstrengungen von Stadt und Tierparkförderverein zur Attraktivitätssteigerung des Tierparks bei gleichzeitig steigendem Kostendeckungsgrad.


• Zum Ziel Erstellung und Fortschreibung eines Entwicklungskonzeptes

Der Tierpark erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit unter der Bevölkerung. Insbesondere Familien mit Kindern, aber auch Senioren besuchen die Einrichtung. Der hohe Stellenwert, den die Einrichtung unter Teilen der Bevölkerung einnimmt, wird deutlich durch die Vielzahl von abgeschlossenen Tierpatenschaften, aber auch durch die Legate, die dem Tierpark zugefallen sind. Die Einrichtung wurde in den letzten Jahren weiter gepflegt und entwickelt. Die Entwicklung folgte häufig nur den Notwendigkeiten, gesetzlichen Vorschriften Folge zu leisten und in der Praxis auftretenden Missständen Abhilfe zu schaffen. Eine Konzeption, wie sich der Tierpark zukünftig präsentieren soll, welche Tierarten angeschafft werden sollen, welche Maßnahmen in welchem Zeitrahmen umgesetzt werden sollen, welche Voraussetzungen auch längerfristig realisiert werden müssen, um bestimmte Zielstellungen umsetzen zu können, ist über ein Entwurfsstadium bisher nicht hinausgekommen. Die Einrichtung hat die Betriebserlaubnis gemäß EU-Richtlinie für Zoologische Gärten erhalten. In Umsetzung dieser Vorgaben wurden in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen, insbesondere im Baubereich, realisiert. Es ist jedoch erforderlich, weitere Maßnahmen (Ertüchtigungen, Neuanlagen, Voraussetzungen für Vergesellschaftungen von Tieren, Beschilderungen, Besucherinformationen etc. bis hin zu einer möglichen Erweiterung der Einrichtung) konzeptionell festzuschreiben und diese Konzeption mittelfristig fortzuschreiben.

• Zum Ziel Gemeinsame Anstrengungen von Stadt und Tierparkförderverein zur Attraktivitätssteigerung des Tierparks bei gleichzeitig steigendem Kostendeckungsgrad

Stadt und Tierparkförderverein arbeiten seit vielen Jahren sehr eng zusammen. Die Attraktivität einer Einrichtung hängt in sehr hohem Maße davon ab, welche Tiere gezeigt werden und wie die Präsentation erfolgt. Außerdem gehört ein entsprechendes Rahmenangebot für Besucher dazu. Wichtig sind jedoch auch entsprechende Werbemaßnahmen. Dazu gehört auch die Kooperation mit Kindergärten, Schulen und sonstigen Einrichtungen, um bestimmten Zielgruppen (z.B. Kindern) die Einrichtung nahe zu bringen, Interesse zu wecken und eine bestimmte Verbundenheit herzustellen. Es wird vorgeschlagen, gemeinsam mit dem Tierparkförderverein Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung festzulegen und deren Umsetzung in stärkerem Maße zu forcieren. Da Neuanschaffungen von Tieren und Präsentationsmöglichkeiten relativ kostenintensiv sind, soll hier zunächst das Schwergewicht auf Rahmenangebote und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen gelegt werden. Gleichzeitig ist über eine behutsame Anpassung der Eintrittspreise nachzudenken. Angesichts der Finanzsituation vieler privater Haushalte ist hier sicherlich Fingerspitzengefühl gefordert, um keine gegenteiligen Effekte hervorzurufen. Andererseits ist eine Steigerung des Kostendeckungsgrades unabdingbar für die weitere Entwicklung der Einrichtung.



4.7.2. Kultur - eine Aufgabe aller

Für die Attraktivität von Limbach-Oberfrohna sind sowohl für die eigene Bevölkerung als auch für die Umlandbevölkerung ansprechende Kultur-, Sport- und Freizeitangebote von herausragender Bedeutung.
Neben einem ausgewogenen sozialen Umfeld im unmittelbaren Wohnbereich gehören vielfältige Kulturangebote zum Selbstverständnis einer zukunftsorientierten Stadt. Eine solide Grundstruktur kultureller Angebote für die Entfaltung der Persönlichkeit durch Weiterbildung, musikalische Bildung und bei Bibliotheken hat eine grundlegende Bedeutung für die soziale Stabilität. Von großer sozialer Bedeutung ist zudem die Vielzahl von Veranstaltungen der lokalen Vereine.
In den vergangenen Jahren wurden seitens der Stadt Limbach-Oberfrohna umfassende bauliche Investitionen in die städtischen Einrichtungen, wie z.B. Stadthalle, Industriemuseum und Schloss Wolkenburg getätigt.
Die städtischen Kultureinrichtungen und andere Leistungsträger bemühen sich um ein ausgewogenes Angebot mit eigenem Profil, das im Zusammenwirken mit überörtlichen Strukturen weiter zu positionieren ist.
Die wesentlichen Perspektiven und Ansatzpunkte für eine dauerhaft ausgewogene und attraktive kommunale Kulturpolitik bestehen zum einen in der Sicherstellung der qualitativ hochwertigen Angebote und zum anderen in der Anpassung des kulturellen Angebotes an die sich ergebenden Nachfrageveränderungen z. B. durch den demographischen Wandel.

4.7.2.1. Ziele Kultur

Das Oberziel für den Bereich Kultur lautet:

• Sämtliche kulturelle Aktivitäten der Stadt Limbach-Oberfrohna sollen zunehmend imagefördernd und identitätsstiftend wirken

Die hieraus abgeleiteten Ziele sind:

• Vermittlung eines „Wir-Gefühles“ auf allen Ebenen des kulturellen Lebens

Die Vermittlung von Identität der Bürger mit ihrer Stadt ist als ständige Herausforderung zu betrachten. Sie beginnt bei der Weitergabe des Heimatbildes in der Familie und setzt sich fort bei der Ausgestaltung des lokalen kulturellen Alltages als anspruchsvolle Daueraufgabe. Hierbei sind neben den klassischen Kultureinrichtungen der Stadt alle Bildungsträger und sonstige Institutionen gefordert.
Infolge des gesellschaftlichen Wandels in der Nachwendezeit und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Anpassungsprozess hat die Wahrnehmung von Tradition und Geschichte der Stadt Limbach-Oberfrohna auf weiten Strecken gelitten. Dazu trug offensichtlich auch bei, dass entsprechende Örtlichkeiten zur Vermittlung von mehr Kultur und Heimatgeschichte erst in den letzten Jahren mit großem Aufwand geschaffen werden konnten. Nachdem die entsprechende Infrastruktur nunmehr angeboten werden kann sind verstärkt Aktivitäten zu entwickeln, die dem kulturellen Vermittlungsgedanken folgen.
Dieser Vermittlungsgedanke kann jedoch nicht einseitig erfolgen. Die individuelle Wahrnehmung, dass das erreichte Niveau an kulturellen Programmangeboten und die vorhandene Infrastruktur einen sehr hohen Standard erreicht hat, ist sicher noch ausbaufähig. Hier ist, genauso wie im Bereich des Freizeitsportes eine „Vernetzung“ aller kulturellen Träger von großer Bedeutung. Ob diese „Vernetzung“ sich auf den kulturellen Bereich beschränken soll, oder ob „Der Verein der Vereine“ (vergl. Abschn 4.7.1.2.) diese Aufgabe mit übernehmen soll, wird im weiteren Verlauf des Erarbeitungsprozesses noch zu erörtern sein.

4.7.2.1.1. Stadtbibliothek

Das Oberziel der Stadtbibliothek lautet:

• Die Stadtbibliothek L.-O. ist ein Dienstleister zur Förderung der allgemeinen Bildung, der Information und der Unterhaltung für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Limbach-Oberfrohna. Sie erfüllt die wichtige Aufgabe, die Bestandsinhalte, sowie eine fachlich und sozial kompetente Beratung an den aktuellen Kundenbedürfnissen zu orientieren.

Daraus abgeleitete Ziele sind:

• Leseförderung ist erklärtes Dauerziel
• Medienkompetenz begleitet die Veränderungsprozesse in der Informationsgesellschaft
• Angebote mit Außenwirkung an verschiedene Zielgruppen richten
• Kostendeckungsgrad steigern
• Zum Ziel Leseförderung


Die Aneignung von Sicherheiten im Umgang mit der Muttersprache ist für Kinder und Jugendliche im außerschulischen Bereich soll vor allem durch eine intensive Nutzung des Mediums Buch realisiert werden. Die Weckung von entsprechenden Interessen steht im Mittelpunkt der Gewinnung von jungen Kunden. Ferner hat die Leseförderung Bedeutung für späteres, kommunikatives Verhalten, Verantwortungsbewusstsein und Sozialkompetenz. Außerdem wird in hohem Maße Allgemeinwissen vermittelt.

• Zum Ziel Medienkompetenz

Die Medienkompetenz äußert sich in erster Linie in der Bereitstellung von aktuellen Informationsmedien. Das Interesse an der Nutzung der angebotenen Materialien ist direkt von der Aktualität der Inhalte abhängig. Die in enormem Tempo sich wandelnde Informationsgesellschaft bedingt einen entsprechenden Anpassungsdruck der Konsumenten bei täglichem Umgang mit den Medien. Zur Erfüllung des Aktualitätsanspruches wird eine jährliche Erneuerungs- bzw. Ergänzungsrate von mindestens 10% des Medienbestandes vorausgesetzt. Angebot und Arbeitsabläufe sind ständig zu überprüfen und zu optimieren. Darüber hinaus soll das Angebot an Plätzen für Internetrecherchen ausgebaut bzw. erweitert werden um insbesondere sozial Schwächeren Chancengleichheit einzuräumen und Defizite abzubauen. Dazu gehört auch das Vorhalten von Einsteigersoftware und Lernprogrammen.

• Zum Ziel Angebote mit Außenwirkung an verschiedene Zielgruppen richten

Autorenlesungen innerhalb der Stadtbibliothek werden als regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung bereits seit Jahren durchgeführt. Die bisher festgestellte Publikumsresonanz legt eine Weiterführung dieser Veranstaltungsreihe nahe. Die Auswahl der Autoren ist darauf gerichtet, eine möglichst breite Themenvielfalt und eine unterschiedliche Ausrichtung auf verschiedene Altersgruppen zu realisieren. Auf diese Weise wird neben der Befriedigung des Literaturinteresses einer Stammleserschaft gezielt eine Erschließung weiterer Lesergruppen aller Altersstufen angestrebt als methodischer Ansatz, eine gewisse „Schwellenangst“ abbauen zu helfen.
Die Aktivitäten der Bibliothek werden künftig räumlich weiter ausgedehnt in der Form, dass Lesungen außerhalb der Bibliothek nicht nur in Schulen der Stadt Limbach-Oberfrohna, sondern auch regelmäßig im Schloss Wolkenburg veranstaltet werden.

• Zum Ziel Kostendeckungsgrad steigern

Die Stadt Limbach-Oberfrohna leistet sehr hohe Subventionen zur Aufrechterhaltung des vorhandenen anspruchvollen Angebotes in der Stadtbibliothek. Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Stadtbibliothek unter dem gleichzeitigen Anspruch auf Qualitätssicherung bzw. Qualitätssteigerung soll eine verträgliche Anpassung der Nutzungsgebühren erfolgen.

4.7.2.1.2. Schloss Wolkenburg

Das Oberziel lautet:

• Erhalt und Ausbau des Gesamtkomplexes Schloss und Parkanlage als multifunktionales touristisches Zentrum

Daraus abgeleitete Ziele sind:

• Vermittlung von historischen und zeitgeschichtlichen Inhalten an ein breites Publikum.
• Fortlaufender Ausbau auf der Grundlage eines ständig fortzuschreibenden Nutzungskonzeptes.
• Veranstaltungsort für verschiedene Veranstaltungen
• Zum Ziel Vermittlung von historischen und zeitgeschichtlichen Inhalten an ein breites Publikum


Das Schloss Wolkenburg wurde aufgrund der Nutzungen nach 1945 im Bewusstsein der Bevölkerung nicht mehr als Kulturdenkmal wahrgenommen. Damit verbunden waren die bewusste Vernachlässigung der mit dem Schloss und seinen früheren Eigentümern, insbesondere den Grafen von Einsiedel, verbundene Historie sowie der teilweise einzigartigen baulichen Kleinode. Wolkenburg als Geburtsort des Malers Fritz von Uhde, einem der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus, der bereits zu Lebzeiten als Klassiker der Kunst galt und ein Stück Kunstgeschichte der deutschen Malerei mitgeschrieben hat, ist ebenfalls weitestgehend unbekannt. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen, mit fortschreitendem Restaurierungs- und Renovierungsstand und dem daraus resultierenden Führungsangeboten sowie durch eine sehr umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit ist es insbesondere in den letzten Jahren gelungen, das Schloss und seine Traditionen wieder bekannt zu machen. Im Zusammenhang mit der Fortführung der Restaurations- und Renovierungsarbeiten werden Räume zur Verfügung stehen, um Dauerausstellungen insbesondere zu den Themen „Grafen v. Einsiedel“ und „Fritz von Uhde“ zu präsentieren. Diese sollen in den kommenden Jahren ergänzt und erweitert werden, um den Besucher noch intensiver mit der Geschichte des Schlosses vertraut zu machen und diese historischen und für Sachsen nicht unwesentlichen Fakten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

• Zum Ziel Fortlaufender Ausbau auf der Grundlage eines ständig fortzuschreibenden Nutzungskonzeptes

Ein schlüssiges Nutzungskonzept ist die Grundlage für die Planung des weiteren Ausbaus und die Bereitstellung von Fördergeldern. Konzepte können nichts Statisches, Fertiges sein, sondern sie müssen ständig kontrolliert und ggf. korrigiert werden. Das vom Stadtrat beschlossene Nutzungskonzept für das Schloss aus dem Jahr 2007 beschränkt sich in seinen Aussagen zu möglichen Nutzungen insbesondere auf die Räumlichkeiten, die für den Zeitraum 2007 / 2008 zur Instandsetzung vorgesehen sind. Weitere Aussagen zu weiteren Räumlichkeiten sind sehr vage, geben aber doch eine Groborientierung, welche Räume zukünftig für Instandsetzungen vorgesehen werden und wie die Nutzungen aussehen könnten. In Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Finanzen und der weiteren Frequentierung des Schlosses soll der weitere schrittweise Ausbau der Räumlichkeiten erfolgen, die Aussagen des Nutzungskonzeptes sollten aller zwei Jahre auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft werden.

• Zum Ziel Veranstaltungsort für verschiedene Veranstaltungen

Veranstaltungen sind ein sehr geeignetes Mittel, eine Anlage wie Schloss Wolkenburg wieder als Kulturdenkmal in das Bewusstsein der Bevölkerung zurückzurufen. Die Palette der Veranstaltungen reicht von regelmäßigen Großveranstaltungen unter Einbeziehung der Gesamtanlage über regelmäßige Veranstaltungen mit ausgewählten Zielgruppen bis hin zu ausgewählten Veranstaltungen zu besonderen Anlässen sowie Trauungen, Konzerten und Lesungen. Diese Veranstaltungsvielfalt, mit der sowohl ausgewählte Besuchergruppen als auch das breite Interesse erreicht werden können, gilt es auszubauen und zu intensivieren. Parallel dazu ist ein bestimmter Rahmen, beispielsweise im Bereich der Gastronomie, zu installieren, um den Bedürfnissen der Besucher Rechnung zu tragen.

4.7.2.1.3. Industriemuseum

Das Oberziel lautet:

• Die Reflektion der industriellen und heimatgeschichtlichen Traditionen und Entwicklungen.

Daraus abgeleitete Ziele sind:

• Zentraler Treffpunkt und Bindeglied zwischen der Arbeit städtischer Gremien und aktiver Vereinsarbeit.
• Konzeptionelle Untersetzung der Nutzung einschließlich der Integration der Ortsteile
• Zum Ziel Zentraler Treffpunkt und Bindeglied zwischen der Arbeit städtischer Gremien und aktiver Vereinsarbeit.


Der Förderverein Industriemuseum und der Heimatverein Limbach-Oberfrohna haben an der Erstellung eines Konzeptes für die zukünftige museale Nutzung des Objektes Sachsenstraße 3 sehr intensiv mitgearbeitet. Beide Vereine werden sich auch zukünftig in sehr hohem Maße an der Gestaltung der Ausstellungen sowie an der museumspädagogischen Arbeit beteiligen. Vordergründiges Ziel ist es, heimat- und industriegeschichtliche Aspekte bereits in die Schulen hineinzutragen, Interesse zu wecken und die Schüler mit der Historie der Stadt Limbach-Oberfrohna vertraut zu machen. Beide Vereine sollen im Objekt Sachsenstraße 3 beste Bedingungen für die Vorbereitung und Umsetzung ihrer Ziele im Rahmen ihrer Vereinsarbeit finden. Da im Objekt Sachsenstraße 3 auch die regelmäßigen Sitzungen des Stadtrates stattfinden, besteht im Rahmen dieser auch für die Damen und Herren des Gremiums die Möglichkeit, sich über Projekte, Vorhaben etc. vor Ort zu informieren. Umgekehrt besteht auch für die Vereine die Möglichkeit, die Ergebnisse den Mitgliedern des Gremiums zu präsentieren. Diese Bindung bzw. Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und dem Gremium soll angesichts des regen Interesses, dass die Arbeit der Vereine bei den Mitgliedern des Gremiums findet, ausgebaut und intensiviert werden.

• Zum Ziel Konzeptionelle Untersetzung der Nutzung einschließlich der Integration der Ortsteile

Das vorliegende Konzept zur musealen Nutzung ist als Grobkonzept zu verstehen, dass die Grundzüge der Ausstellungsgestaltung beschreibt. Es ist jedoch in allen seinen Teilen mit entsprechenden Feinplanungen zu untersetzen, die ständig fortgeschrieben und angepasst werden müssen und in die museumspädagogische, gestalterische und museumswissenschaftliche Aspekte einfließen müssen. Gleiches gilt für die Wechsel- und Sonderausstellungen, die inhaltlich auch die Ortsteile einbeziehen sollen. Das Museum Sachsenstraße 3 soll auch Raum bieten für die Geschichte der Ortsteile, für die ansonsten nur wenig Präsentationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Hier sind auch die Heimatvereine sowie Chronisten der Ortsteile mit einzubeziehen. Wenngleich die Erstellung der Feinkonzeptionen vordergründig in der Verantwortung der Museumsleitung liegen wird, kann dies nur in engem Zusammenwirken mit den beteiligten Vereinen geschehen, die außerdem auch bei der Umsetzung beteiligt werden sollen.

4.7.2.1.4. Stadthalle

Die Stadthalle fungiert als zentrale Einrichtung zur Bereitstellung eines breiten Kulturangebotes sowie als multifunktionale Veranstaltungs- und Tagungsstätte mit Ausstrahlung auch für das Umland.

Die Betreibung sollte auch weiterhin von einer städtischen Tochtergesellschaft erfolgen. Der Erhalt einer solchen Betreibergesellschaft wird dauerhaft auf Zuschüsse der Stadt angewiesen sein.

Zweimalige Zuschauer- und Bürgerbefragungen zum gewünschten Programmangeboten haben keine verwertbaren Ergebnisse gebracht. Die angebotenen Veranstaltungen und Programme sind derzeit auf Trendanalysen, Angeboten durch Agenturen und Veranstalter und subjektiven Hinweisen aufgebaut. Dabei spielen die Angebote in den Oberzentren Chemnitz und Zwickau eine wesentliche Rolle, da diese die Besucherströme maßgeblich beeinflussen.

Für die Bewerbung von Veranstaltungen werden der Stadtspiegel und Möglichkeiten der Plakatierung in der Stadt Limbach-Oberfrohna als städtische Mittel genutzt. Weiterhin sind die „Freie Presse“ als überregionale, auflagenstarke Zeitung zu nutzen sowie das regionale Kabelfernsehen. Punktuelle Rundfunkwerbung ist ebenfalls ein geeignetes Werbemedium. Allerdings ist dies ganz besonders zielgruppenorientiert und sollte auch so eingesetzt werden. Für bestimmte Veranstaltungen sollte weiterhin das Mittel der Direktwerbung in Form von persönlichen Anschreiben genutzt werden.

Der Ticketverkauf für die Stadthalle wird generell über die Stadtinformation der Stadt Limbach-Oberfrohna durchgeführt. Dies sollte so beibehalten werden, da die Stadtinformation feste Öffnungszeiten (auch an Samstagen) hat und diese können entsprechend genutzt werden. Die räumliche Entfernung (150 m Luftlinie) spielen dabei keine Rolle.
Das vorhandene Ticketsystem „FIBUS“ wird nur für den Ticketverkauf in der Stadtinformation Limbach-Oberfrohna eingesetzt. Eine Softwareerweiterung dieses Systems gestattet den Online Verkauf von Tickets. Da sich immer mehr Besucher über das Internet zu Programmen u. ä. informieren, sollte das Ticketsystem auf einen Online Verkauf erweitert werden.
Die Verkauflinie über das CTS System (Centraler Ticket Service) sollte ebenfalls beibehalten werden. Hier ist eine Reihe von Verkaufstellen angeschlossen, in denen Besucher Tickets für die Stadthalle erwerben können. Die wöchentlichen Veranstaltungshinweise über CTS in der „Freien Presse“ sind zusätzliche Information und Werbung für Veranstaltungen in der Stadthalle.

Das Veranstaltungsangebot reicht von
städtischen Veranstaltungen, welche von der Raumgröße und den technischen Voraussetzungen die Räumlichkeiten der Stadthalle erfordern. Dazu gehören wiederkehrende Anlässe wie Empfänge, Benefizkonzerte, Veranstaltungen mit Partnerstädten, Veranstaltungen von Schulen, Vereinen, Kirchen, Betrieben u. a.
Kulturveranstaltungen sämtlicher Genres und Zielgruppen mit beabsichtigter überörtlicher Ausstrahlung in das Umland und das Oberzentrum Chemnitz
Veranstaltungen, Tagungen, Messen u. ä. durch Verbände, Kammern, Institutionen und Firmen.

Veranstaltungsabonnements, Besucher- oder Familiencards lassen sich nicht oder nur sehr bedingt einsetzen. Grund dafür sind die unterschiedlichsten Veranstalter. Rückfragen bei ähnlich gelagerten Veranstaltungshäusern haben diese Auffassung bestätigt. Eine solche Möglichkeit sollte aber von Zeit zu Zeit wieder überprüft werden.
Unabhängig davon sind aber Wege zu suchen, die soziale Strukturen berücksichtigen. (Familienpass des Kreises oder der Stadt, Arbeitslose, Schüler- und Studenten usw.)

Veranstaltungen werden zunehmend nicht nur als reine Veranstaltung, sondern als Event angenommen. Das heißt, zu den Veranstaltungen werden Leistungen angeboten, die den Besucher besser einbeziehen und die die Veranstaltungen zu einem Arrangement werden lassen. Dazu sind die Möglichkeiten von Clubveranstaltungen oder Veranstaltungen in kleinen Saal auszubauen.

Als weiterer Schwerpunkt soll künftig die Zusammenarbeit mit Reise- und Busveranstaltern forciert werden. Die Reisemesse der Reiseveranstalterkooperation Erzgebirge im November 2007 ist dazu eine gute Startveranstaltung die von der Stadthalle durch entsprechende Präsentation genutzt wird. Darüber hinaus ist eine gute Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden und –vereinen sowie der regionalen Hotellerie unerlässlich.

4.7.2.1.5. Parkschänke

Die Parkschänke ist eine historische Ausflugs- und Kulturstätte der Stadt L.-O., unterteilt in zwei Nutzungsbereiche:

    - Gaststätte mit Bowlingbahn und Biergarten mit einem privaten Betreiber und

    - Veranstaltungssaal mit der FZLO als städtischem Betreiber.

Die Struktur sowie die Betreiberform werden als sinnvoll erachtet und sollten beibehalten werden.

Der Saal sollte für regelmäßig Jugendveranstaltungen zur Verfügung stehen. Eine verstärkte Saalnutzung durch Unterverpachtungen an Privatpersonen oder Fremdveranstalter wird als sinnvoll erachtet.

Veranstaltungen als Diskothek oder Life Musik können durchaus gewinnbringend durchgeführt werden. Ein Betreiberkonzept für derartige Veranstaltungen sollte durch die FZLO erarbeitet werden mit der Zielstellung, Zuschüsse der Stadt Limbach-Oberfrohna an die FZLO abbauen zu helfen. Mit der Betreibung des Saales der Parkschänke durch die FZLO obliegen Veranstaltungen besonders für die Jugend nicht dem „guten oder schlechten Willen“ eingemieteter Veranstaltungen. Außerdem könnte dadurch besser Einfluss auf das Niveau der Veranstaltungen genommen werden.
Die wechselnden Einmietungen verschiedener Veranstalter sind auch dem Zustand des Saales und des dazugehörigen Inventars nicht gerade zuträglich.

4.7.2.1.6. Jugendeinrichtungen

Das Oberziel lautet:

• Förderung eines bedarfsgerechten Angebotes an Jugendeinrichtung in der Stadt Limbach-Oberfrohna.
Daraus abgeleitete Ziele:

• Hilfe zur Selbsthilfe für die Betreiber und Träger von Jugendeinrichtungen.
• Förderung und Unterstützung bei nachhaltiger Sicherung der Finanzierung der Einrichtungen sowie deren hauptamtlichen Mitarbeiter.
• Förderung der Jugendarbeit durch die Vereine.

• Zum Ziel Hilfe zur Selbsthilfe für die Betreiber und Träger von Jugendeinrichtungen:


Jugendeinrichtungen in der Stadt sollen auch zukünftig vordergründig von Freien Trägern betrieben werden. Aufgabe der Stadt muss es auch zukünftig sein, den Trägern Hilfestellungen zu gewähren, um ein bedarfsgerechtes, den Interessen möglichst vieler Jugendlicher entsprechendes Angebot gewährleisten zu können. Die Hilfestellungen sowohl in finanzieller als auch in materieller Hinsicht sollen so bemessen sein, dass eine nachhaltige Sicherstellung bestimmter Angebote gewährleistet werden kann. Aufgrund der flächigen Struktur der Stadt sollen auch Träger der Jugendarbeit in den Ortsteilen Unterstützung finden, soweit die konzeptionelle Struktur eine gewisse Nachhaltigkeit der Arbeit erwarten lässt. Es darf jedoch nicht zu einer Zersplitterung und absoluten Dezentralisierung führen.

• Zum Ziel Förderung und Unterstützung bei nachhaltiger Sicherung der Finanzierung der Einrichtungen sowie deren hauptamtlichen Mitarbeiter:

Das Jugendhaus Rußdorf als zentrale Einrichtung soll vordergründig Hilfestellungen erfahren, soweit die Angebote aufrechterhalten werden können und nachgefragt werden. Diese Hilfestellungen sind als Hilfe zur Selbsthilfe zu sehen, es darf nicht zur Ausprägung respektive Unterstützung der „Nehmermentalität“ bzw. des „Forderungsdenkens“ kommen. Jugendarbeit ist dann effizient, wenn die Finanzierung nachhaltig gesichert ist. Diese Sicherung insbesondere des Jugendhauses Rußdorf soll seitens der Stadt gemeinsam mit den anderen Finanzierungsträgern sichergestellt und gegebenenfalls angepasst werden. Im Hinblick auf den Jugendclub „Eastside“ soll ein Träger gefunden werden, mit dem auf der Grundlage eines Betreiberkonzeptes ein ähnliches Finanzierungsmodell etabliert werden kann. Die Hauptamtlichkeit der Mitarbeiter in der zentralen Einrichtung Jugendhaus Rußdorf soll beibehalten werden, eine Ausdehnung der Tätigkeitsfelder auf andere Einrichtungen anderer Träger (z.B. Jugendclub Wolkenburg) im Rahmen von Betreuung und Hilfestellungen soll geprüft werden.

• Zum Ziel Förderung der Jugendarbeit durch die Vereine:

Die städtischen Vereine leisten insgesamt einen sehr wichtigen Beitrag im Bereich der Jugendarbeit. Diese Bemühungen werden durch die Stadt in sehr hohem Maße und auf vielfältige Art und Weise unterstützt. Diese Unterstützung soll beibehalten und ausgebaut werden. Sicher wird auch zukünftig die finanzielle Unterstützung einen hohen Stellenwert einnehmen. Unterstützung soll jedoch auch geleistet werden im Rahmen von Gesprächsforen, Mitgliederwerbung sowie immaterieller Zuwendungen bei Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche und im Rahmen der Prävention.


Thema "FREIZEIT UND KULTUR" im SEK 2020 Forum Diskutieren Sie mit!
 
 
© Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna        Impressum
Zur Druckansicht